Zwischen Menschen und Management: Daniel Kellers Start bei Vebego
Seit Herbst 2025 gestaltet Daniel Keller als Director People & Culture die HR-Ausrichtung von Vebego. Seine ersten hundert Tage verbinden intensive Begegnungen, strategische Schwerpunkte und erste Akzente, die die Zukunft des Unternehmens mitprägen.
Von Beginn an suchte Daniel Keller die Nähe zu den Menschen bei Vebego. Der neue Director People & Culture (P&C) reiste quer durch die Schweiz, besuchte Niederlassungen und führte lange Gespräche mit Mitarbeitenden aller Bereiche. Überall begegnete ihm eine wohltuende und ehrliche Herzlichkeit. «Diese Offenheit hat mir den Einstieg enorm erleichtert», sagt Keller – ein erster Eindruck, der für ihn besonders prägend ist.
Mit rund 6’000 Mitarbeitenden und 20 Niederlassungen ist Vebego eine Organisation mit grosser operativer Dichte. Für Keller stand deshalb im Vordergrund, «Land und Leute» kennenzulernen und die Funktionsweise des Familienunternehmens zu verstehen. Im Vergleich zu früheren Rollen – etwa bei der Compass Group, die ihm wertvolle Erfahrungen vermittelte und ihn bestens auf die
Herausforderung bei Vebego vorbereitete – ist er heute stärker in strategische Themen eingebunden und ist zusätzlich Arbeitgebervertreter im Stiftungsrat der Pensionskasse der Vebego Schweiz. Diese neue Verantwortung erweitert seinen Blick auf das Ganze.
Die ersten Monate standen im Zeichen von Budgetprozessen, Strategie-Reviews mit der Geschäftsleitung, verschiedenen Rekrutierungen auf Management-Ebene und nationalen wie auch internationalen Leadership-Meetings. Parallel dazu vertiefte Keller den Austausch mit seinem P&C-Team. Ein Anlass mit pensionierten Mitarbeitenden berührte ihn besonders: In den offenen Gesprächen wurde für ihn spürbar, wie viel Geschichte in Vebego steckt und wie stark die Ehemaligen noch heute mit der Firma verbunden sind.
Neue Akzente in People & Culture
Aus seiner Startphase erkennt Keller mehrere Handlungsfelder: «Ich sehe einiges Potenzial in der Harmonisierung und Automatisierung von Prozessen, um den administrativen Aufwand erkennbar zu reduzieren.» Dagegen möchte er die Führungskräfteausbildung und -entwicklung weiter ausbauen, um die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre noch weiter zu unterstützen. «Gut ausgebildete und reflektierte Führungskräfte, die unsere Werte leben, machen einen echten Unterschied.»
In Zeiten des Fachkräftemangels sei es entscheidend, eigene Talente auszubilden und interne Laufbahnen gezielt zu fördern, daher liegt ihm ein systematischeres Talent Management am Herzen. «Wir werden die strategische Bedeutung und den Mehrwert, der durch unsere Arbeit
entsteht, herausstreichen. Also mehr Werbung in eigener Sache machen», betont Keller.
Könnte er ein Thema von Grund auf neu erfinden, würde er sich vermutlich dem Performance Management annehmen. Der jährlich wiederkehrende Prozess sei teilweise aus der Zeit gefallen, sagt er, doch der Wert vertiefter Gespräche über Ziele, Entwicklung und Erwartungen bleibe unbestritten. Entscheidend sei, den Austausch dynamischer und zeitgemässer zu gestalten. Auch künstliche Intelligenz gewinnt für ihn immer mehr an Bedeutung. Sie dient ihm vor allem als Inspirationsquelle und zur Gegenprüfung von Ideen und Thesen. «Wenn man den Output der KI kritisch hinterfragt und auf eigene Gegebenheiten anpasst, bewirkt KI im Sinne einer Effizienz- und Qualitätssteigerung sehr viel Positives!», ist Keller überzeugt.
Blick nach vorn
In den kommenden hundert Tagen will Keller die Leistung von P&C noch sichtbarer machen und die bestehende P&C-Strategie eng mit der neuen Unternehmensstrategie verzahnen. Langfristig möchte er dazu beitragen, Stabilität zu sichern und die Marktposition nachhaltig zu stärken. Entwicklungen wie Digitalisierung, Automatisierung, Smart-Building-Technologien oder flexible Arbeitsmodelle werden die Branche weiter prägen – und damit auch die HR-Arbeit.
Keller sieht seine Aufgabe darin, positive Veränderungen anzustossen und für die Mitarbeitenden nachhaltige Verbesserungen zu schaffen. Die Arbeit in einem internationalen Familienunternehmen, das von menschlichen Werten geprägt ist, motiviert ihn besonders. Ausgleich findet er vor allem mit seiner Familie in den Bergen – auf und neben der Skipiste. Momente, die Freude machen und einfach nur gut tun.