Vorsprung durch Lernen – Generationswechsel Ostschweiz
Verantwortung übernimmt niemand über Nacht. Dahinter stehen Menschen, die fördern, begleiten und Vertrauen schenken – und jemand, der bereit ist, ständig dazuzulernen. So auch bei Xhelal Aliu.
Seit dem 1. August ist es offiziell: Xhelal Aliu ist Betriebsleiter des Facility Management Ostschweiz. Nach seiner Ernennung wurde Xhelal gefragt, wem er dafür danken möchte. Seine Antwort war klar und ging an seine Familie, die ihn während der ganzen Zeit unterstützt und an ihn geglaubt habe. Zur fachlichen Seite seines Wegs sagt er ähnlich direkt: «Mario Lewandrowski hat mich motiviert, die Weiterbildung zum eidg. dipl. Leiter Facility Management und Maintenance anzugehen. Ich bin ihm sehr dankbar dafür!» Mit der Übernahme der Betriebsleitung kann Xhelal nun das umsetzen, worauf er sich während Jahren mit Aus- und Weiterbildungen, Mentoring und viel Praxiserfahrung vorbereitet hat.
«Die Betriebswirtschaft, insbesondere die verschiedenen Ebenen der Buchhaltung, haben mich in meiner Ausbildung ziemlich gefordert. Und heute gehören ausgerechnet Zahlen und Prozessoptimierungen zu dem, was mir an meiner Arbeit am meisten Freude macht», schmunzelt Xhelal. Wo sich Abläufe verbessern lassen, schaut er genau hin – das war schon in der Weiterbildung sein Anspruch: «Können wir Optimierungen vornehmen, werden wir effizienter und qualitativ noch besser arbeiten», davon ist er überzeugt.
Schritt für Schritt
Dass Xhelal überhaupt so weit kam, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Talent-Management-Ansatzes, der bei Vebego seit Jahren gelebt wird. Der Prozess beginnt nicht bei einer Person, sondern bei einer Frage: Welche Funktionen sind für unser Unternehmen besonders wichtig? Danach folgt der Blick auf Mitarbeitende, die sich in diese Richtung entwickeln könnten – und darauf, wie sie auf diesem Weg gezielt unterstützt werden können.
Mario erkannte früh Xhelals Potenzial für mehr Verantwortung. Gemeinsam wurde analysiert, welche Erfahrungen und Kompetenzen für den Schritt vom Teamleiter zum Betriebsleiter noch aufgebaut werden mussten. Fachlich brachte Xhelal bereits sehr viel mit. Ergänzend dazu standen Themen wie Führung auf Kaderstufe, strategische Kundenentwicklung, betriebswirtschaftliches Denken sowie ein sicheres Auftreten gegenüber Kunden und internen Stakeholdern im Mittelpunkt.
Lernen beginnt nach dem Unterricht
Beeindruckend war dabei Xhelals Bereitschaft, sich ehrlich mit den eigenen Entwicklungsfeldern auseinanderzusetzen. Er wollte nicht einfach die nächste Funktion übernehmen, sondern verstehen, was es dafür wirklich braucht. Diese Offenheit bildete eine wichtige Grundlage für seinen nächsten Karriereschritt.
Weiterbildungen vermitteln Wissen und Methoden. Wirklich verinnerlicht werden diese Inhalte jedoch erst im Arbeitsalltag. Deshalb ergänzten Mentoring, Praxisbegleitung und der regelmässige Austausch mit Mario die fachlichen Schulungen. Gemeinsam Kundengespräche führen, anspruchsvolle Führungssituationen reflektieren oder strategische Entscheidungen diskutieren – dort begann für Xhelal der eigentliche Lernprozess.
Zwischen Schulbank und Alltag
Mehr Sicherheit als jedes Lehrbuch gab Xhelal, die Verantwortung allmählich übernehmen zu dürfen, statt sie auf einen Schlag zu bekommen. So konnte er das Erlernte laufend in der Praxis anwenden – und erst dort wurde ihm bewusst, wie viel eine saubere, strukturierte Umsetzung für einen reibungslosen Betrieb tatsächlich ausmacht.
Leicht fällt ihm vor allem, motivierte Mitarbeitende zu führen und weiterzuentwickeln: «So, wie man es bei mir gemacht hat.» Respekt und Wertschätzung seien ihm dabei zentral, Kommunikation auf Augenhöhe und das Wissen, dass es für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter ein anderes Gespür brauche. Verglichen mit dem Xhelal von vor fünf Jahren ist das die grösste Veränderung: dieser Instinkt, der sich nicht in einem Kurs erlernen lässt, sondern nur im echten Kontakt mit Menschen entsteht.
Einen Tag im Leben von...
Was ihn dabei antreibt, zeigt sich auch abseits des Tagesgeschäfts: Gefragt, in wessen Rolle er für einen Tag schlüpfen würde, fällt ihm innerhalb von Vebego sofort unser CEO ein – ihn würde interessieren, wie strategische Entscheidungen entstehen und wie die verschiedenen Unternehmensbereiche zusammenfinden. Ausserhalb von Vebego würde er gerne einmal Profisportler sein: um zu spüren, wie man auf höchstem Niveau mit Druck, Disziplin und Erfolg umgeht. Vorerst bleibt es beim Gedankenspiel – mit seiner neuen Rolle als Betriebsleiter hat Xhelal derzeit ohnehin alle Hände voll zu tun.
Vielleicht ist das die schönste Bestätigung dafür, dass Nachfolgeplanung gelingen kann: Wenn aus einem Mitarbeitenden, der selbst gefördert wurde, eine Führungskraft wird, die dieses Vertrauen eines Tages an andere weitergibt. Denn Potenzial zeigt sich nicht darin, dass jemand bereits alles kann – sondern darin, lernen zu wollen.